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Steigende Heizkosten

veröffentlicht am 25.10.2012

In den vergangenen Jahren führten steigende Preise für Heizöl und Erdgas oft zu hohen Nachzahlungen bei der Energieabrechnung. Die Energiekosten sind so zur „zweiten Miete“ geworden. Erneuerbare Energien bieten eine Alternative. Zwar liegen die Anschaffungskosten für eine Holzheizung, Solaranlage oder Wärmepumpe höher als bei konventionellen Heizsystemen, die Investition rechnet sich bei steigenden Heizöl- und Erdgaspreisen aber nach wenigen Jahren. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat errechnet, wie viel Verbrauchskosten sich  durch erneuerbare Wärme sparen lassen. Das Ergebnis: Privathaushalte, die ihren Wärmebedarf ganz oder teilweise aus erneuerbaren Energien decken, sparen im Jahr 2009 verbrauchsgebundene Heizkosten in Höhe von durchschnittlich 595 Euro. Die ZSW-Studie berücksichtigt jedoch nicht die Investitionskosten, die für die Anschaffung regenerativer oder konventioneller Heizsysteme anfallen. „ Die hohe Anfangsinvestition ist für die vielen Hausbesitzer eine große Hürde vor dem Umstieg auf erneuerbare Wärme“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Die nachgewiesenen Einsparungen bei den Heizkosten tragen einen wichtigen Teil zur Refinanzierung bei. Dennoch sind verlässliche Förderinstrumente und zinsgünstige Darlehen notwendig, um die Hemmschwelle zu senken. Anders können die deutschen Wärmeziele wohl  kaum erreicht werden“, hält Mayer fest.  Bis 2020 will die Bundesregierung den Anteil regenerativer Wärme am Gesamtverbrauch auf 14 Prozent steigern.