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Friedensreich Hundertwasser Regentag Dunkelbunt

veröffentlicht am 25.05.2020

Der 1928 unter der Namen Friedrich Stowasser geborene Künstler, welcher vorrangig als Maler tätig war, zeichnete sich vor allem durch seinen fantasievollen und farbenfrohen Stil aus.
Sein Interesse an der Architektur begann in den 1950er Jahren. Er war ein Gegner der sterilen Architektur, jeglicher Standardisierung und gerader Linien. Er wollte eine natur- und menschennahe Architektur schaffen.

So sagte er z.B. 1958 in seinem Verschimmelungsmanifest gegen den Rationalismus der Architektur:
„Wir leben heute in einem Chaos der geraden Linien, in einem Dschungel der geraden Linien. Wer dies nicht glaubt, der gebe sich einmal die Mühe und zähle die geraden Linien, die ihn umgeben, und er wird begreifen; denn er wird niemals ans Ende gelangen.“
Er prägte vor allem die Begriffe Fenster- und Baumrecht, mit welchen er die schöpferische und individuelle Baufreiheit fördern möchte:
– Fensterrecht: Das Recht jedes Einzelnen, sich aus seinem Fenster zu beugen und, soweit seine Arme reichen, das Mauerwerk zu bemalen.
– Baumrecht: Für jeden einen eigenen Baum, sie sollen aus den Fenstern wachsen, die Wohnung verschönern und Sauerstoff erzeugen.
Bei seinen Entwürfen wurde er hauptsächlich von der Natur inspiriert. Zudem war es ihm wichtig, Pflanzen und Bäume in seine Architektur zu integrieren, z.B. durch die Bepflanzung der Fassaden und Dächer.
Hundertwasser wollte farbenfrohe, ökologische und individuelle Gebäude mit unebenen Mauern, unregelmäßig angeordneten Fenstern und bewachsenen Dächern schaffen.

Bauwerke:
– Hundertwasserhaus in Wien
– Rogner Bad Blumau in der Steiermark
– Hundertwasserkirche Bärnbach
– Hundertwasserhaus in Plochingen
– Ronald-McDonald-Hau im Grugapark (Essen)
– Hundertwasserbahnhof in Uelzen
– Kleiner Zwiebelturm in Darmstadt
– Luther-Melanchthon-Gymnasium in Lutherstadt Wittenberg
– Müllverbrennungsanlage Spittelau in Wien
– Markthalle Altenrhein
– Grüne Zitadelle in Magdeburg
– Hundertwasser-Kindertagesstätte in Frankfurt-Heddernheim
– Wohnhaus am Quellenpark in Bad Soden am Taunus
– Die „Hundertwasser toilets“ in Kawakawa